Zum Sommertreffen 2011
Aus dem Antrag des LAK Berufsnot e.V. beim Deutsch-polnischen Jugendwerk
Die strategischen Ziele dieser Maß:nahme sind so angelegt, dass aus dieser Maßnahme kontinuierliche Begegnungen mit immer neuen Jugendlichen erwachsen, so wie es sich bereits in einer Art "Gegenpraktikum" im letzten Jahr November 2010 in Zabkowice/SL. als positiv erwiesen hat. In jedem Jahr also zwei Begegnungen (eine in Deutschland, eine in Polen/Niederschlesien) die neben den kulturellen und nationalen Gegebenheiten auch den Bereich Arbeit und (Berufs)Ausbildung mit umfasst und aufeinander abstimmt.
Unsere polnischen Partner wie auch wir finden es wichtig, dass während unserer Begegnung methodisch ein medial/interaktiver Ansatz (informativ, produktiv und gruppendynamisch) sinnvoll in Anwendung kommt. Zugleich dienen die in Ansatz gebrachten Methoden der Erstellung und Bilanzierung dokumentarischer Arbeiten.
Weitere Ziele der Begegnung sind das gegenseitige Kennenlernen der Partnerschaftsgruppe in ihrem soziokulturellen Bereich am 14. bis 22.08.2011.
Eine von den Jugendlichen selbst produzierte Radiosendung, unter fachkundiger Anleitung einer Radiomoderatorin, soll dazu beitragen, die Kontakte zwischen den nationalen Gruppen zur nachhaltigen Zielerreichung und Zielentwicklung zu stabilisieren. Grundsätzlich benötigt unser Adressatentyp persönliche Erfolge und Gruppenkontakte gleichermaßen, um zu Zielbestimmungen des Erlernens von Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen zu kommen.
Alle Jugendlichen sollen reihum wechselnd in die Lage versetzt werden, durch das Erlernen handlungsorientierter Methoden (z. B. Interview und Moderationsmethoden) eine eigene Gruppenführungsrolle zu übernehmen (z. B. Berichterstatterrolle in einer AG).
Leitungsteam
Detlef
LAKWolfgang
JBB/EAL
Kathrin
LAK
Ursula
LAK
Aus dem Antrag des Jugendbildungsbüros Hannover/Evangelische Akademie Loccum [JBB/EAL] an das Deutsch-französische Jugendwerk
Hauptthema:
Erforschung und Reflexion der Lebens- und Arbeitswelt Deutschlands und Frankreichs und deren
Bedeutung in einem gemeinsamen Europa.
Programmschwerpunkte:
- ► Reflexion der eigenen Lebenssituation auf dem Hintergrund der deutsch-französischen Geschichte.
- ► Bewusstmachung individueller Stärken und Ressourcen im Hinblick auf die Berufsfindung.
- ► Übergang Schule - Beruf (Chancen und Schwierigkeiten).
- ► Stellenwert von Bildung und Ausbildung.
- ► Berufsausbildung als Einstieg ins Erwerbsleben.
Besondere Lernziele:
Erweiterung der Ambiguitätstoleranz und der Resilienz der Jugendlichen durch:
- ► Förderung der interkulturellen Kommunikation und gegenseitigen Toleranz bei geschlechts-; nationaltitäts- und religionsbedingten Barrieren
- ► Persönlichkeitsbildung sowie Förderung und Training von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung; Förderung der Mitbestimmung und Mitgestaltung
- ► Soziales Lernen in der Gruppe und Stärkung des Selbstvertrauens
- ► Formulierung von Lehren aus der gemeinsamen Geschichte (Menschenrechte, Demokratie, Teilhabe und Verantwortung)
- ► Prävention gegen Rechtsradikalismus
- ► Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen in Französisch bzw. Deutsch auf der Niveaustufe A1 des europäischen Referenzrahmens für Fremdsprachen
Mit welchen pädagogischen Methoden und Hilfsmitteln wollen Sie das Programm mit den Teilnehmern verwirklichen?
- ► Soziobiografisches Lernen: "Das Leben des Anderen" gemischtnationales Lerntandem mit anschließender Vorstellung vor der Gruppe als Erhebung und Analyse der persönlichen Situation
- ► Interreligiös-philosophischer Ansatz: Die Auseinandersetzung mit dem ANDEREN (Mitmenschen)
- ► Teilautonome Arbeitsgruppen
- ► Reflexion der Lerneinheiten
- ► Nachstellen von Besonderheiten und "Knackpunkten" im Rollenspiel
- ► Tägliche Feedbackrunden zum Erlebten und Erlernten
- ► Bearbeitung persönlicher Zielprojekte
- ► Praktisches Einüben wertschätzender Kritik zur Verstärkung eigener Wachstumsprozesse
- ► Konflikte aushalten und gemeinsame Lösungen finden
- ► Moderierte Kleingruppenarbeit
- ► Das französisch-deutsche Verhältnis in der Vergangenheit und heute (Gegenüberstellung)
- ► Umgang mit Menschen und Tieren. "Learning by doing" auf dem Bauernhof
- ► Collage der französischen Gruppe: Typisch deutsch?
- ► Collage der deutschen Gruppe: Typisch französisch?
- ► Stereotype und Vorurteile
Wie wollen Sie die sprachliche Verständigung während der Maßnahme sicherstellen? Ist eine Sprachanimation bzw. sind regelmäßige sprachliche Aktivitäten während des Programms vorgesehen?
Sprachanimation im Sinne von teilnehmerorientierten Sprachlerneinheiten und simultane Übersetzungen durch kompetente Sprachmittler sind integraler Bestandteil über die gesamte Maßnahmedauer hinweg.
Zielsetzung des Projekts ist einander zu respektieren, voneinander zu lernen und aufeinander zu zugehen durch:
- ► Erlernen eines Basiswortschatzes und erster grammatikalischer Kenntnisse der Fremdsprache "Französisch" bzw. "Deutsch" teilweise unter Anwendung der internationalen Kommunikationssprache "Englisch" als Brückensprache.
- ► Erlernen und Anwendungen einfacher Redewendungen und Wörter in der jeweils anderen Landessprache wie "Guten Tag" und "Auf wiedersehen", "Bitte" und "Danke", "Freundschaft" und "Friede". Basiswörter, die viele Jugendliche aufgrund ihrer sozialen Herkunft nicht anwenden können oder wollen. Hier soll ein neues Verständnis und eine neue Prägung bei den Jugendlichen geschaffen werden. Die sprachliche Vorbereitung findet dabei im Bereich der elementaren Sprachverwendung statt: Für Französisch und Deutsch in der Niveaustufe A1 des europischen Referenzrahmens für Fremdsprachen von 1996.
- ► Training von Toleranz und Respekt gegenüber andersartigem durch einen bewusst interreligiösen und interkulturellen Ansatz.
- ► Als Projekt im Geiste des "Europäischen Jahres des interkulturellen Dialogs 2008" und des "Internationalen Jahres der Sprache 2008 der UNESCO" ein (kleines) sichtbares Zeichen der täglichen Arbeit auf interreligiöser Basis zu setzen und somit einen nachhaltigen Beitrag zur sozialen Integration junger Menschen mit multiplen Problemlagen zu leisten.