LAK Sommertreffen

Willkommen

20. Sommertreffen, 10. bis 17. August 2010, in Norden / Ostfriesland
des Landesarbeitskreis / LAK Berufsnot e.V. Niedersachsen und
des Jugendbildungsbüro Hannover / Evangelische Akademie Loccum.

Ostfiesland

Tagesaktionen

Ankunft in Norden

Bauernhof "Belvedere"

Praktikum

Pressegespräch

Emden

Greetsiel

Auswertung

Bosseln

Abschied

Zum Sommertreffen

Aus dem Antrag des LAK Berufsnot e.V. beim Deutsch-polnischen Jugendwerk

Unsere Organisation pflegt seit einigen Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zum polnischen Partner der "Zespơł Szkơł Ponadgimnazjalnych nr 2, in Ząbkowice Śląskie, in Niederschlesien (PL) sowie zum Drittland Dänemark mit der "EGU" (Erwerbsgrundausbildung) der Kommune Apenrade, Südjütland (DK). Die Schulleiter (Projektleiter) beider Schulen bzw. Projekte pflegen zu uns bisher schon einen bilateralen Jugendaustausch mit verschiedenen Gruppen sowie einem Multiplikatorenaustausch mit benachteiligten Jugendlichen (z. B. auch bildungsferne Jugendliche mit besonderem Förderbedarf genannt).

Die Erkenntnisse zu diesen Maßnahmen sind z. T. im Buch "Motivation zum Handeln", Stig Boeg, S. 83 ff, 2010, Hrsgb.: Detlef Beste nachzulesen.

Die deutschen bzw. niedersächsischen Partner der polnischen und der dänischen Seite, sind während unseres 20. Sommertreffens, 10. - 17.08.2010, welches thematisch als außerschulische Jugendbildungsmaßnahme (Begegnung und Praktikum) angeboten wird benachteiligte Jugendliche aus den Einrichtungen der Jugendwerkstatt (KVHS) Norden (Nds.) und des Zentrums für Jugendberufshilfe Osnabrück (Niedersachsen).

Es handelt sich häufig um Jugendliche, die "knapp" ihren Hauptschulabschluss abgelegt haben, sog. Maßnahmekarrieren bereits hinter sich gelassen haben und gerne arbeiten wollen. Es handelt sich nicht im eigentlichen Sinne um (Lern-)behinderte Jugendliche.

Wir haben die Zahl der Jugendlichen aus Polen, Dänemark und Deutschland bewusst für das Sommertreffen klein gehalten, weil wir das thematisch/pädagogische Angebot (innerhalb acht Arbeitstagen in der Maßnahme sind drei Arbeitstage als Praktikumstage mit in das Programm integriert) auf einem sog. europäischen Bauernhof der Kreisvolkshochschule Norden durchführen wollen. Auf diesem Bauernhof, an dem vielfältige Berufspraktika angeboten werden (bauen und renovieren, Tierpflege, Küche, Installation, Schlosserei, Garten- und Landschaftspflege), ist ein hochwertiges interaktives und gruppendynamisches Arbeiten pädagogisch sinnvoll möglich.

Die Teilnehmenden fahren nach ihren Praktikumsphasen auf dem Bauernhof Belvedere zurück in ihre Bildungsstätte für den gesamten Aufenthalt (Behrendssche Villa). Diese ist von ihrer technischen Ausstattung, dem Personal und den vorhandenen Arbeitsräumen sehr gut für die Bildungsarbeit geeignet. Alle teilnehmenden Jugendlichen, die pädagogischen Mitarbeiter, die Betreuer und die Sprachmittlerinnen, wohnen im gleichen Gebäude der Bildungsstätte. Die Verpflegung, die Mahlzeiten, werden von einer Lehrküche der Bildungsstätte der Kreisvolkshochschule zubereitet.

Das Bildungsprogramm wird zusammen mit den pädagogischen Mitarbeitern der Bildungsstätte durchgeführt. Unser zugeordneter pädagogischer Mitarbeiter, der mit uns für die Durchführung des Programms verantwortlich zeichnet, ist der Dipl.-Sozialpädagoge Jan van Hoorn.

Sämtliche Arbeitsweisen der Benachteiligtenförderung, wie die Gestaltung der Lernräume, der anschaulichen Methoden gruppenzentrierter Arbeitsweisen sind verstärkt anzugehen. Arbeitssprache in der Maßnahme ist Englisch. Wir haben drei Sprachmittlerinnen in der Maßnahme.

Die Gruppen, insbesondere die jugendlichen Teilnehmenden wählen dabei ihre Themen selbst mit aus und gestalten sie nach ihren Fähigkeiten mit.

In den beteiligten Einrichtungen in Polen, Dänemark und Deutschland, erlernen bzw. trainieren die Teilnehmenden die englische Sprache, in alltäglichen Verwendungssituationen. Wir praktizieren den lebensweltorientierten Ansatz.

Die strategischen Ziele dieser Maßnahme sind etwas höher gelegt. So ist zunächst der Aufstieg von einer bilateralen zu einer trilateralen Maßnahme in Sichtweite. Das bedeutet weiter, dass neben dem Kennen lernen von Teilen der ostfriesischen Umgebung, wie in dem Programm eingearbeitet, nicht nur diese mit Erkundungen angereichert werden, sondern medialen Dokumentationsmethoden verknüpft werden. Eine von den Jugendlichen selbst produzierte Radiosendung, unter fachkundiger Anleitung einer Radiomoderatorin (Dauer: 55 Minuten), bei Radio Ostfriesland (Sendung "Leuchtturm") soll dazu beitragen, die Kontakte zwischen den nationalen Gruppen zur nachhaltigen Zielerreichung und -entwicklung zu stabilisieren.

Grundsätzlich benötigt unser Adressatentyp persönliche Erfolge und Gruppenkontakte gleichermaßen, um zu Zielbestimmungen des Erlernens von Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen zu kommen. Alle Jugendlichen sollen reihum wechselnd in die Lage versetzt werden, durch das Erlernen handlungsorientierter Methoden (z. B. Interview und Moderationsmethoden) eine eigene Gruppenführungsrolle zu übernehmen. So beispielsweise als Berichterstatter einer Arbeitsgruppenphase.

Zum Schluss der Maßnahme soll es eine Presseerklärung in mehreren Sprachen geben, die von den Jugendlichen nach ihrer Rückkunft der dortigen regionalen Presse übergeben wird.

Zur Abrundung der Maßnahme soll versucht werden, eine Betriebserkundung in einem Unternehmen des Druck- und Verlagswesens (oder ein ähnliches Unternehmen), welches Arbeitsplätze anbietet, durchzuführen. Dieser Betriebsbesuch soll thematisch mit einer Erhöhung der Medienkompetenz einhergehen, ebenso mit dem Kennen lernen von Arbeitsplätzen, wie z. B. im Vertrieb, die von unserem Adressatenkreis selbst angestrebt bzw. erreichbar wären.

Insgesamt gesehen werden die von uns bekannten, angestrebten gruppendynamischen Methoden zum anwärmen, auflockern und intensivieren von Gruppenprozessen eingebracht, sodass hoffentlich auch hier ein Beitrag zur Schaffung von Motivation und Motivationserhalt geleistet wird.

Ein Schwerpunkt liegt auch in der "spielerischen" Annäherung an eine dritte, übergreifende Sprache (Englisch), um sich im alltäglichen Miteinander zu verständigen sowie den Abbau einer gewissen "Hemmung" diese Sprache in der Kommunikation mit den anderen für sich zu nutzen.

Zusammenfassend ist eine Maßnahme beschrieben, die alltagsorientiertes Arbeiten (Lerngegenstände des Alltags, Kommunikationstraining) ermöglichen soll und dabei den ganzen Menschen im Blick hat.

Somit sind wir (stehen wir) für eine Maßnahme, die nicht nur mithilft, diesen Personenkreis in Arbeit zu integrieren, sondern die gesellschaftliche Integration als Ausgangspunkt hat. Dieses wird immer mehr eine europäische Integration sein. Zwar ist es innerhalb der Maßnahme wichtig, die Systeme (z. B. duale Berufsausbildung, Bildungs- und Schulsysteme) der teilnehmenden Länder kennenzulernen, andererseits ist es aber genauso wichtig herauszufinden, was ihnen dieses als Teilnehmende - etwa über die Teilnahme an weiteren Austauschen - hilft, evtl. einen Arbeitsplatz in einem Land ihrer Wahl zu finden.

Die Jugendlichen beteiligen sich an der Vorbereitung über ihre Schule in Polen und ihr EGU - Projekt in Südjütland/DK. In Deutschland (Niedersachsen) finden Vorbereitungstreffen zum Begegnungsprojekt in Norden statt.

Eine Aufgabe haben sich die Jugendlichen selbst gestellt, den jeweils anderen Ländern ihr Projekt, ihre Schule, ihre Region sowie die Besonderheiten ihres Alltags vorzustellen. Die Methoden der Darstellung und Vermittlung entwickeln die Jugendlichen selbsttätig mithilfe ihres Projektes, ihrer Schule.
Die Jugendlichen überlegen, welches ihr eigener Beitrag zu einem Ländertag/Länderabend sein kann. Es soll jeweils ein Kommunikationsangebot unterbreitet werden, an dem alle teilnehmen können. Dabei ist an Musik, Theater, pantomimischer Darstellung gedacht.

Leitungsteam

  • Detlef
    LAK

  • Wolfgang
    JBB/EAL

  • Johannes
    LAK

  • Ursula
    LAK