LAK | 19. Sommertreffen

19. (internationale) Sommertreffen 2009

"Peu à peu" - Lernen und Arbeiten -
Stage oriente aux experiences pratiques"

gefördert durch: Deutsch-Französischen Jugendwerk, Berlin (DFJW)

Die teilnehmenden Einrichtungen

"Missions Locales et PAIO, Vernon Normandie/Frankreich
Zum Zentrum für Jugendberufshilfe Dammstraße Osnabrück

Die Missions Locales et PAIO aus Vernon, Normandie/Frankreich

Die Missions locales in Vernon "Der lokale Verband für berufliche und soziale Integration und die Beratungsbüros für Information und Orientierung" wurden 1982 gegründet, durch den gemeinsamen Wunsch der Kommunen und des Staates.

Die Aufgabe ist eine umfassende Intervention und Beeinflussung auf lokaler Ebene im Dienste der Jugendlichen zu organisieren. Diese Vereinigungen und Beratungsdienste stellen heute in Frankreich ein Netzwerk dar, das im Zentrum der öffentlichen Politikfelder angesiedelt ist. Die 600 Vereinigungen und Beratungsbüros bilden ein Netzwerk mit mehr als 3000 Anlaufpunkten in Frankreich, die im Durchschnitt mehr als 1 Million junger Menschen im Jahr empfangen, sie anhören, ihnen zuhören.

Das Netzwerk wenden sich an alle Jugendlichen im Alter von 16 bis 25 Jahren mit oder ohne Abschlüsse bzw. Qualifikationen, aus schwierigen Stadtvierteln stammend oder einer ländlichen Gemeinde, mit familiären Brüchen, mittellos oder ohne größere Schwierigkeiten, um sie zu Begleiten und persönliche Lösungen aus ihrer Situation zu finden.

Das vorrangige Ziel: ist Beschäftigung für die jungen Menschen zu finden.

Die Beratungsbüros der Missions locale entwickeln für jede(n) Jugendliche(n) individuelle Antworten und Lösungen, je nach Niveau, Bedarfen und Schwierigkeiten zur Bewältigung ihrer Probleme. Das können sein, ein berufliches Projekt auszuarbeiten, eine adequate Qualifizierung aufzubauen, eine berufliche Bildungsmaßnahme zu bestimmen, die möglichst eng auf den Ratsuchenden abgestellt ist, die Begleitung bei der Arbeitssuche, Kontakt zu Betrieben aufzubauen, Bewerbungsgespräche und – Gesuche zuplanen und vorzubereiten.

Eine umfassende Vorgehensweise

Wenn die Beschäftigungssuche nicht umfassend und effizient gelaufen ist, geht es darum mit dem Jugendlichen gemeinsam seine Schwierigkeiten zu analysieren, seine Situation zu konsolidiert, und zu diagnostizieren. Die Beratungsbüros versuchen die Bedarfe des jungen Menschen heraus zu finden. Mehrfache Antworten und Lösungswege können sein: Gesundheit, Wohnung, Zugang zur Kultur, zu Freizeitbeschäftigungen, zum Sport zu entwickeln. Die Interventionen bestehen auf allen diesen Ebenen und weiteren.

Eine Arbeit verstärkt durch eine breite Partnerschaft

Initiativen und Willensstärken werden zusammengebracht; die Mittel dazu: Die Beratungsbüros arbeiten mit dem Staat, den Wohlfahrtsverbänden, die Wirtschaftsakteuren und Sozialpartnern, die auf lokaler Ebene tätig sind zusammen, um so Synergieeffekte zu erzielen. Diese breit angelegte Partnerschaft hat zum Ziel, sinnvolle Ergänzungen auf zu bauen, um die Effektivität der angestrebten Lösungswege für die Bedarfe der Jugendlichen zu verstärken und die Beschäftigungspolitik und die berufliche Integration durch Kommune, Region (Departement – Normandie), Landkreis und Staat in einen sinnvollen Zusammenhang zu stellen.

   Das Zentrum für Jugendberufshilfe Dammstraße Osnabrück

Individuelle Beratung und Begleitung aus Osnabrück

Für 900-1000 Jugendliche und junge Erwachsene jährlich ist die Beratungs- und Betreuungsstelle BOjE (Berufliche Orientierungshilfe für junge Erwachsene) im Zentrum für Jugendberufshilfe die erste Anlaufstelle. Hier findet eine intensive und umfassende sozialpädagogische Beratung, Betreuung und Begleitung mit dem Ziel der beruflichen Integration des Einzelnen statt.

Seine individuellen beruflichen Wünsche und Fähigkeiten, seine Persönlichkeitsstruktur und aktuelle persönliche Lebenssituation finden dabei besondere Berücksichtigung.

Die Dammstraße arbeitet nach den Grundsätzen der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit mit einem umfassenden, ganzheitlichen Ansatz. Durchgängige Begleitung und persönliches Coaching sind ebenso selbstverständlich wie die Einleitung individueller Qualifizierungsmaßnahmen zur zielgerichteten Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit.

Die Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz ist für viele junge Menschen mit hohen Hürden verbunden. Der Weg "in die Dammstraße" bedeutet, mit Unterstützung und Begleitung eine zielgerichtete und konkrete berufliche Perspektive zu erarbeiten und alle damit verbundenen Förderungen und Qualifizierungen zu erhalten.

Zur Dammstraße gehört die Jugendwerkstatt mit 2 Aktivierungswerkstätten und 6 Qualifizierungswerkstätten in den Berufsbereichen Holzverarbeitung, Metallverarbeitung, Lagerwirtschaft, Maler / Lackierer, Garten- Landschaftsbau und Hauswirtschaft.

In diesen Werkstätten steht unter der Leitung von Handwerksmeistern die konkrete Auftragsbearbeitung und Qualifizierung im Vordergrund. Von der Auftragsannahme über die Planung und Materialbestellung bis zur Fertigstellung werden die Teilnehmer / -innen in den Arbeits- und Organisationsprozess einbezogen. Durch die Übertragung von Verantwortungsbereichen lernen die Jugendlichen unter arbeitsrealen Bedingungen gewissenhaft und eigeninitiativ zu arbeiten.

Darüber hinaus gehören zur Dammstraße noch 4 dezentrale Jugendberufshilfeprojekte: eine Zweiradwerkstatt, 2 gastronomische Projekte im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße und im Haus der Jugend sowie die Sanierung der Gedenkstätte Augustaschacht in Georgsmarienhütte.