Foto: der Blick von Kissamos auf das Gelände des EJZ.
DAS EUROMEDITERRANEM JUGENDZENTRUM (EJZ) AUF KRETA (KOLYMPARI)
Das Euromediterrane Jugendzentrum [EJZ] gehört zur OAK und liegt an einem Hang eines wildromantischen nach Westen ausgerichteten 170.000 qm großen Geländes. Geplant ist ein internationales und vom ökumenischen Geist getragenes Jugenddorf, in welchem Jugendliche nach den Prinzipien der Gemeinschaft, Kreativität und Ökologie zusammenleben, lernen und arbeiten sollen. Grundbedingung für das Leben in dem EJZ ist die grundsätzliche Bereitschaft sehr einfache Unterkunft- und Lebensbedingungen zu akzeptieren. Der Zustand ist weit davon entfernt, wie das kretische Dorf einmal geplant war, nämlich mit mehreren Häusern und Aufenthaltsräumen. Junge Menschen werden noch heute in Wellblechbaracken oder Mehrbettzelten untergebracht, mit sehr schlichten Sanitäreinrichtungen, einer Miniküche und einem der Sonne ausgerichteten Aufenthaltsraum.
Es ist erwähnenswert, dass "unsere" Jugendlichen sich schnell auf diese doch äußerst bescheidenen Bedingungen ohne großes Murren eingelassen haben.
Von 1990 bis heute waren etwa 2000 Jugendliche aus 45 Ländern im Alter zwischen17 und 30 Jahren Gäste des Zentrums. In vielen Workcamps wurden immer wieder Verbesserungen auf dem riesigen Gelände angebracht, die durch eine eigenartige von den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschiedener Kulturen geprägte Bauweise sichtbar gemacht wurde. Eine Solaranlage sorgt für warmes Wasser, in jedem Herbst ernten Jugendliche aus dem Weinberg die Trauben, die dann von ihnen in einer speziellen Kelter Anlage zu Wein und Most verarbeitet werden.
Ein Amphitheater mit 1000 Plätzen wurde von Jugendlichen in einen Berghang mit großem Engagement her eingehauen und gebaut, mit Blick auf das Meer und dennoch einer besonders wirkungsvollen Akustik, nur mit Verstärkeranlage, wenn die Meeresbrandung zu stark ist und die Laute der Sänger und Schauspieler verschlingt. Andere Gruppen haben verschiedene Baumarten gepflanzt und so ihrem persönlichen Ökogeschmack einen nachhaltigen Stempel für das EJZ hinterlassen. Eine kleine Kapelle ausgestattet mit Ikonenbildern einer Malerin der OAK lädt ein zum Verweilen und zum besonnenen Innehalten und zur Spiritualität.
Eine Jugendgruppe aus Achim um Pastor Sonnenberg, einem langjährigen Freund der OAK und des EJZ haben das Amphitheater um einen "Barraum" aus Schiefersteinen erweitert.
Fotonachweis: © Martin Müller, Nienburg | Jan van Horn, Norden | Detlef Beste