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Projekt TORA | Kreta (KPHTH) | 01.10.2008 bis 22.10.2008

Informationen zu Kreta

Informationen zu Kreta:
···   Kreta die südlichste und größte griechische Insel ▼
···   Kretas Inselwelt ▼
···   Essen und Trinken ▼
···   Die Pflanzenwelt Kretas ▼
···   Die Tierwelt Kretas ▼
Bedeutende Kreter:
···   Der Schriftsteller NIKOS KAZANTZAKIS ▼
···   Der Politiker ELEFTHERIOS VENIZELOS ▼
···   Der Maler EL GRECO ▼
···   Die Sängerin und Politikerin NANA MOUSKOURI ▼

   Kreta die südlichste und größte griechische Insel

KRETA ist die südlichste und größte griechische Insel, wodurch das Klima etwas wärmer ist als auf anderen griechischen Inseln. Kreta ist die südlichste Insel Europas. Kreta ist in vier Bezirke (Griechisch: Nomos) aufgeteilt: Hania, Rethymno, Heraklion und Lassithi. Heraklion ist die größte Stadt und Hauptstadt der Insel. Östlich davon liegt der Bezirk Lassithi mit der Hauptstadt Agios Nikolaos. Der Bezirk Rethimnon liegt westlich von Heraklion und der Nomos Hania ganz im Westen. Touristenzentren sind vor allen an der Nordküste. Dort gibt es einige für Pauschaltouristen schnell und hässlich gebaute Beton-Hotel-Städte. An der Südküste und in den Bergen sind die Individualtouristen unterwegs. Dort findet man mehr Ruhe, kretisches Leben und leere wunderschöne Strände. Kreta ist sehr bergig, Berge bis zu 2500 m Höhe laden zu Wandern ein. Das Leben in Bergdörfern hat seine Ursprünglichkeit weitgehend.

  Kretas Inselwelt

Kassos, der kleine Nachbar im Osten Karphathos, der größere Nachbar im Osten Santorini, die schönste Insel in Griechenland Die meisten kleineren Inseln um Kreta sind ein Naturpark und dürfen nur mit Genehmigung betreten werden. Mit kleinen Schiffen kann man Spinalonga, Gavods und Krissi erreichen.

Informationen zu den kleinen Inseln:
Turkuru: Vor Hania, Burg und Kri-Kri (kretische Wildziege)- Rückzugsgebiet.
Dhia: Größere Insel (12 qkm) vor Heraklion. Dhia war in der minoischen Zeit bewohnt, heute nicht mehr. Auch Naturpark mit Kri-Kri - Beständen.
Spinalonga: Einige Kilometer nördlich von Elounda,über Jahrhunderte Verbannungsinsel für Leprakranke.
Agia Pandes: im Westen, auch kleines Kri-Kri-Gebiet.
Kouponisi: Ganz im Südwesten vor Xerokambos, in der minoischen und römischen Zeit bewohnt - heute unbewohnt.
Krisi (andere Namen: Donkey Island, Eselinsel, Gaidoronisi, Chrissi) vor Ierapetra, im Sommer mit Fähren zu erreichen, unbewohnt aber Taverne. Gute Wandermöglichkeiten, schöner Strand.
Gavdos: Größte und einzig dauerhaft bewohnte Insel um Kreta (etwa 40 Einwohner,32 qkm), ganzjährig mit Fähren und Postschiffen zu erreichen, wenig Tourismus, sehr ursprüngliches Leben. Es gibt einen sehr einfachen Laden, einige Tavernen und wenige einfache Privatzimmer. Die Touristen schlafen meist am Strand. Die Fähren fahren meist von Hora Sfakion, auch wenige von Paleochora. Insgesamt circa vier Verbindungen pro Woche im Sommer und zwei im Winter. Bei schlechtem Wetter fahren die Schiffe nicht und man kann auf unbestimmte Zeit auf Gavdos festhängen. Die Überfahrt dauert einige Stunden auf kleinen Schiffen, die meisten Touristen werden seekrank.
Gavdopoula: kleine, unbewohnte Nachbarinsel zu Gavdos (2,7 qkm). Mit Fischerbooten von Gavdos zu erreichen.
Pondikonisi, Imeri Grambousa, Agria Grambousa: Vor der einsamen Nordwestküste von Kreta.

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  Essen und Trinken

Griechisches Essen ist nicht ohne Grund auch in Mitteleuropa inzwischen sehr beliebt. Es gibt in kretischen Restaurants gutes und leckeres Essen zu immer noch vergleichbar günstigen Preisen. Für circa 10 Euro bekommt man in einer einfachen Taverne eine Vorspeise, eine Hauptspeise sowie eine halben Liter Hauswein oder ein Bier.
In Griechenland und vor allem in Kreta wird viel häufiger in Restaurants oder Tavernen gegessen als bei uns. Bezahlt wird in der Regel immer gemeinsam. Inzwischen haben sich aber auch viele Griechen an die Eigenarten der ausländischen Kunden gewöhnt und man kann auch getrennt bezahlen. Dies sollte man aber dem Kellner bereits bei der Aufnahme der Bestellung mitteilen.
Oft sind Tavernen kleine Familienbetriebe. Der Kellner ist der Besitzer der Taverne und seine Ehefrau arbeitet in der Küche. In fast allen Tavernen gibt es auf Wunsch gekühltes Leitungswasser umsonst. Vorspeisen sind sehr beliebt. Meist bekommt man nach dem Essen eine Kleinigkeit umsonst. Dies kann ein Schnaps (Raki) sein oder ein kleiner Teller mit Früchten.
Die Speisekarten sind inzwischen fast immer mehrsprachig: Griechisch, Englisch und Deutsch. Die Rechtschreibung ist oft sehr schlecht, aber man versteht meistens was gemeint ist. Außer in abgelegenen Dörfern spricht der Keller immer etwas Englisch und häufig auch etwas Deutsch. Wenn keine Speisekarte vorhanden ist, geht man mit dem Kellner in die Küche und darf in die Töpfe schauen.
Die Hauptmahlzeit des Tages wird in Kreta immer abends gegessen. Die Griechen essen sehr spät und oft sehr lange. Vor 21 Uhr essen wenige Griechen zu Abend. Frühstück essen die Kreter kaum. Ein oder zwei kleine Tassen Kaffee genügen. Das reichhaltige und späte Abendessen des Vortags lässt noch kein Hungergefühl aufkommen. Tavernen sind meist billiger und landestypischer als Restaurants. Speisen werden oft für Mitteleuropäer ungewohnt lauwarm serviert. Getränke sind meist sehr kalt. Beilagen sind häufig frittierte Kartoffeln (selbst gemachte Pommes), aber es gibt auch gekochte Kartoffeln und Reis. Es wird gesundes Olivenöl verwendet. Zum frittieren wird oft Olivenkernöl benutzt. Man zahlt immer auf der Rechnung einen kleinen Zuschlag (Cover), etwa 50-80 Cent pro Person. Dafür ist das Brot umsonst. In Griechenland wird viel Alkohol getrunken. Die Einheimischen trinken um Spaß zu haben. Stark betrunkene Kreter sieht man recht selten.

Kretischer Wein
Es wird in Kreta nach wie vor sehr viel Wein angebaut und getrunken. Roter Wein ist in vielen Regionen etwas mehr verbreitet als weißer. Wein ist überall billig, wenn man den Hauswein bestellt. Dieser einfache Wein gewinnt zwar keine internationalen Auszeichnungen, schmeckt aber nicht schlecht. Das Glas kostet etwa 1 Euro, der halbe Liter 2-3 Euro. Häufig bestellen Einheimische und Touristen auch gleich einen ganzen Liter. Hauswein wird meist offen in einer Karaffe serviert. Man sagt in Griechenland nicht einen Liter Wein sondern ein Kilo Wein. Meistens gibt es 2-3 Sorten verschiedenen weißen und roten Hauswein. Diese sind oft recht unterschiedlich im Geschmack. Man kann fragen, ob man den einen oder anderen probieren darf, bevor man einen halben oder ganzen Liter bestellt. Auf dem Land wird häufig der eigene Wein des Tavernenbesitzers serviert, der natürlich sehr stolz auf seinen Wein ist. In besseren Restaurants kann man auch teurere Weine bestellen. Oft gibt es auch Retsina, ein geharzter Weißwein. Manche mögen ihn, manche finden ihn ungenießbar.

RAKI (TSIKOUDIA)
Das kretische Nationalgetränk. Im Rest Griechenlands wird Ouzo getrunken, in Kreta Raki. Es ist ein sehr hochprozentiger Schnaps aus den Resten, die bei der Weinproduktion übrigbleiben. Vorsicht: Raki hat zwischen 45% und 55% Alkohol.

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   Die Pflanzenwelt Kretas

Die Jahreszeit hat einen großen Einfluss auf das Landschaftsbild Kretas. Während das Land im Frühjahr durch die regenreichen Winter sehr grün ist, wirkt es im Herbst nach dem regenlosen, heißen Sommer sehr karg und vertrocknet. Die Lage Kretas auf halben Weg zwischen Europa (Griechenland) und Afrika hat eine einzigartige Flora hervorgebracht. Es sind mindestens 120 Pflanzenarten bekannt, die nur in Kreta vorkommen. Leider nehmen es die Kreta mit dem Naturschutz nicht so genau. Die Einstellung zur Natur hat sich doch in den letzten Jahren etwas verbessert.

Blumen:
Viele Touristen im Frühjahr kommen nur wegen der Wildblumen. Im März bis Mai blühen bunte Blumen an jeder Ecke Kretas. Am meisten beeindruckt sind viele von den wilden Orchideen. Diese kommen in scheinbar unendlich vielen verschiedenen Arten, die sich in Form, Farbe und Größe stark voneinander unterscheiden, vor. Einige werden einen Meter hoch. Ein Anblick, der viele Mitteleuropäer erstaunen lässt. Auch wilde Tulpen, roter Mohn, Anemonen, Pfingstrosen und viele andere Blumen blühen überall.

Kräuter:
Diese sind in Kreta im Frühjahr und im Sommer nicht zu "überriechen". Am bekanntesten sind Diktamos, Oregano, Thymian, Rosmarie, Salbei, Gliederkraut, Lorbeer, Stechwinde, Lavendel, Bohnenkraut, Senfkraut, Brunnenkresse und Minze. Sehr interessant ist der Diktamos, eine Art Minze aus der Tee gemacht wird. Wenn man die Gelegenheit hat, sollte man unbedingt mal eine Tasse probieren. Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert war Diktamos auch als Wunderpflanze zur Wundheilung bekannt. Die Kräuter können am billigsten auf Wochenmärkten kaufen. Auch in Touristengegenden, besonderes in der Altstadt von Rethimnon, gibt es einige gute Kräuterläden.

Bäume:
Vor einigen tausend Jahren war Kreta weitgehend bewaldet. Heute gibt es nur noch einige größere Wälder im Westen Kretas (nur noch 3 % der Fläche Kretas sind heute bewaldet). Anstelle der Wälder dominiert heute eine Buschlandschaft auf Kreta. Die bekannteste kretische Pflanze überhaupt ist die kretische Palme. Diese Dattelpalmen gibt es nur auf Kreta in der Nähe von Süßwasser. Die frische Frucht der verbreiteten Feigenbäume schmeckt ausgezeichnet. Die Zelkove ist eine Ulmenart, die es nur in Kreta gibt. Interessant für Touristen aus dem Norden Europas sind auch der Johannisbrotbaum, Eukalyptusbaum, Zypresse, Erdbeerbaum, Plantane, Ölbaum, Essigbaum und verschiedene Eichen (Korkeiche, Valoneneiche, Flaumeiche, Steineiche, Kermeseiche). Auf Dorfplätzen und in Stadtparks beeindrucken häufig Maulbeerbäume und Edelkastanien, (Deutsch auch Esskastanie oder Süßkastanie) die Urlauber. Auch Walnussbäume und Mandelbäume sieht man häufig.

Kulturpflanzen:
Ackerbau wird in Kreta aufgrund der Trockenheit wenig betrieben. Olivenbäume, Zitrusfrüchte und Weinberge prägen die Landschaft weiter Teile Kretas. Häufig angebaute Baumfrüchte sind: Zitronen, Orangen, Äpfel, Kirschen, Birnen, Pfirsiche, Feigen und Aprikosen. Seit einigen Jahren werden auch Avocados und Kiwis angepflanzt. Die Wildbirne ist in Kreta heimisch. Auch Quitten werden und wurden häufig angebaut. Von griechischen Wort Cydonia (Quitte) wurde der Name von Hania, der 2. größten Stadt auf Kreta, abgeleitet. Wer im Winter kommt, kann seine Zitrusfrüchte selbst pflücken. Tomaten, Gurken und Bohnen gehören zu den wichtigsten Gemüsesorten auf Kreta. Baumwolle, Tabak und Erdnüsse wurden früher häufig auf Kreta kultiviert, sind aber heute kaum noch zu finden. Imker gibt es seit den Minoern vor vielen Tausend Jahren auf Kreta. Besonders gut schmeckt der Honig aus abgelegenen Gegenden. Dort beeinflussen die Zierpflanzen der Gärten nicht den Geschmack. Der wilde Thymian und andere Blumen machen den kretischen Honig zu einem der besten in Europa.

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   Die Tierwelt Kretas

Kri-Kri:
Das wohl bekannteste Tier Kretas. Die einzige Wildziegenart Europas gibt es nur auf Kreta. Die Art wurde fast ausgerottet, heute gibt es wieder etwa 2500 Exemplare. Diese leben vor allem in der Samariaschlucht und auf einigen unbewohnten Inseln vor Kreta. Es ist unklar ob die Ziege in der Frühzeit der kretischen Besiedlung von Menschen aus der Türkei mitgebracht wurde oder schon länger auf Kreta lebte. Als Tourist wird man die gestreifte Ziege wohl kaum zu Gesicht bekommen, da die Tiere sehr scheu sind. Im Stadtpark von Rethimnon gibt es ein Gehege mit einige Kri-Kris.

Kretische Wildkatze:
Die möglicherweise seltenste Säugetierart Europas. Es gibt wahrscheinlich nur noch einige Exemplare.

Mönchsrobbe:
Sie wurde wie fast alle Robben auf der Welt lange wegen des Fells gejagt. Die wenigen übriggebliebenen bis zu 500 kg schweren Mönchsroben leben heute auf unbewohnten Inseln vor der Südküste Kretas.

Stachelmaus:
Die kretische Stachelmaus ist eine weitere Tierart, die es nur auf Kreta gibt. Sie lebt in den felsigen Steppengebieten.

Delphine:
kann man öfters vor Kreta beobachten. Sie folgen manchmal den Fähren.

Wale:
sieht man selten. Folgende weitere Säugetiere gibt es in Kreta: Mäuse (Feldmäuse und Hausmäuse), Igel, Ratten, Dachse, Hasen, Kaninchen, Wiesel, Hermeline, Marder, Fledermäuse in verschiedenen Arten.

Geier:
Vor allem in den Gebirgsregionen Kretas kann man manchmal Geier kreisen sehen. Sie halten nach Aas Ausschau. Meist sind es Gänsegeier (heller Kopf), Bartgeier (schwarzer Kopf), der überwiegend in den Weißen Bergen vorkommt, jedoch seltener.
Steinadler sind gelegentlich zu sehen, sie sind jedoch in Kreta ähnlich selten wie in den Alpen. An der Südküste zwischen Matala und Lendas leben Fischadler. Die etwas kleineren Habichtadler leben wie die Steinadler in den Bergen. Weitere interessante Vogelarten auf Kreta sind zum Beispiel: Mäusebussard, Turmfalke, Eleonorenfalke, Rotkopfwürger, Alpendohle, Rohrdommel, Steinfuß, Storch, Wachtel, Blässhuhn, Moorhuhn, Kampfläufer, Stockente, Alpenkrähe, Amsel verschiedene Ammern, Finken, Spatzen, Tauben und Dohlen. In der Gegend um Ravdoucha im Nordwesten Kretas leben Milane. Ist man im Frühjahr in Kreta kann man viele Zugvögel auf dem Flug von Afrika nach Europa bei einem Zwischenstop beobachten. Viele Vogelbeobachter kommen zu dieser Zeit nach Kreta. Auch Flamingos sind in Kreta heimisch (die Art des Rosaflamingo)
Sehr bekannt in Kreta ist die vom Aussterben bedrohte Riesenschildkröte. Sie lebt nicht auf der Insel, sondern die Weibchen legen an einigen Stränden der Nordküste ihre Eier ab. An den Stränden in der Nähe von Rethimnon und Hania gibt es jeden Sommer circa 1000 Nester, vergraben im Sand der Touristenstrände. Besonders werden die Schildkröten nachts durch die vielen Lichter der Touristenorte bei der Eiablage und beim Schlüpfen der Jungtiere gestört. Seit Jahren kämpfen Umweltschützer für mehr Schutz der Strände vor Menschen und künstliches Licht gegen Hotels und Regierung. Die Nester werden häufig von Menschen markiert und abgesperrt. Solche Maßnahmen sollte man unbedingt sehr ernst nehmen, um die Schildkröten beim Legen der Eier und Schlüpfen nicht zu stören. Eidechsen sind in Kreta überall zu finden. Manche Arten wie die grüne Balkaneidechse werden bis zu 80 cm lang. Auch das Chamäleon, das in Europa recht selten sind, gibt es hier. Im Frühling und Sommer sieht man überall Schmetterlinge in vielen Arten. Insekten gibt es auf Kreta in unzähligen Arten. Früher wurde Kreta häufig von Schwärmen von Heuschrecken heimgesucht. Durch moderne Bekämpfungsmethoden kommt es heutzutage jedoch nicht mehr zu Heuschreckenplagen.

Schlangen:
Es gibt in Kreta vier Schlangenarten. Alle Arten sind für Menschen ungefährlich. Geht man wandern, sieht man öfters eine Schlange. Häufig ist es die ungiftige Leopardnatter. Leopardnatter, ungiftige recht scheue Schlangenart. Sie ist jedoch gerade an weniger warmen sonnigen Tagen abends auf der Straße liegend zu sehen. Die Straße ist vom Tag noch warm, die Schlangen versuchen sich aufzuwärmen. Häufig sieht man tote Leopardennattern, sie wurden bereits überfahren. Sie haben immer ein rötliches Muster und sind ausgewachsen circa 60-80 cm lang. Würfelnatter ungiftig, auch scheu, circa 90 cm lang. Diese Schlange braucht Gewässer in der Nähe. Sie ist braun oder grau. Eher selten. Zornnatter ungiftig: Diese Schlage ist auch recht häufig. Sie wird etwa 1 Meter lang, meist braun und ist sehr bissig. Vor allem in der Paarungs- und Brutzeit (Frühjahr und Frühsommer) greift die Schlange gerne an. Katzennatter giftig, aber für Menschen ungefährlich, grauer Rücken, leicht rötlicher bis gelblicher Bauch, etwa 1 m lang. Die Angst vor Katzennattern ist unbegründet. Die Schlange ist zwar giftig und es gibt auch kein Serum (Gegenmittel). Aber: Ihr Giftzahn ist soweit hinten im Mund, dass sie nur für kleine Beutetiere gefährlich ist. Ein Mensch wird bei einem Biss nur das Gift abkriegen, wenn es sehr dumm läuft, diese Schlangen flüchten bei Geräusch oder Erschütterung (sehr scheu). Die Schlangen sind in Kreta eher selten, jedoch viel häufiger auf einigen anderen griechischen Inseln.

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Bedeutende Kreter

   Der SCHRIFTSTELLER NIKOS KAZANTZAKIS

Nikos Kazantzakis (geb. 18. Februar 1883 in Heraklion, Kreta, Griechenland; gest. 26. Oktober 1957 in Freiburg im Breisgau) war einer der wichtigsten griechischen Schriftsteller. SEIN LEBEN Nikos Kazantzakis wächst in einfachen Verhältnissen in Kretas Hauptstadt Megalokastro - dem heutigen Heraklion - auf. Als junger Mann verlässt er die Insel und geht nach Athen, um Rechtswissenschaften zu studieren (1902 - 1906). Bereits in dieser Zeit entstehen seine ersten Werke. Mit dem Roman "Der Tag bricht an" (1907) wird Kazantzakis in ganz Griechenland bekannt. Er beendet sein Studium und geht nach Paris. Am College de France (Paris) studiert er zwei Jahre Staatswissenschaften (1907 - 1909) unter der Leitung von Heinrich Bergsson, den er als einen seiner wichtigsten Lehrer bezeichnet. In dieser Zeit entstehen weitere Romane, Schauspiele und philosophische Texte. Kazantzakis schließt sein Studium mit einer Dissertation über Friedrich Nietzsche ab und kehrt 1909 nach Griechenland zurück. Dort lernt er die junge Intellektuelle Galatea Alexiou kennen, die er 1911 heiratet. Nun beginnt eine unstete Phase in Kazantzakis Leben. Er bereist unter anderem Griechenland, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Russland, China, Japan, Italien, Ägypten, Palästina, Spanien. In einigen Ländern ist er zu Besuch, in anderen lässt er sich für eine kurze Zeit nieder. Er arbeitet als Journalist, Auslandskorrespondent, Übersetzer, Autor und engagiert sich in der griechischen Politik. Einige Monate lang wird er Generaldirektor des Ministeriums für Soziales unter Venizelos (1919 - 1920). Er organisiert die Repatriierung von 150.000 Griechen aus dem Kaukasus. In dieser Phase seines Lebens entstehen wichtige Übersetzungen (Dantes "Göttliche Komödie", Goethes "Faust"), das Werk "Askitiki" und viele Reiseberichte. Immer wieder bereist Kazantzakis die Sowjetunion. Er begeistert sich für die Ideen des Kommunismus und des Sozialismus, schreibt Drehbücher, Essays und Artikel in der Prawda. Wegen seiner politischen Aktivitäten wird Kazantzakis in Griechenland sogar kurzfristig verhaftet. Nach einiger Zeit wendet er sich jedoch enttäuscht vom Kommunismus ab. Nikos Kazantzakis hat sich in seinem Leben für viele Ideale leidenschaftlich eingesetzt. Doch schließlich sagt er selbst: "Ich war ein Küfer, ein Anwalt der Katharevousa, ein Nationalist, ein Anwalt der Demotiki, ein Intellektueller, ein Poet, ein religiöser Fanatiker, ein Atheist, ein Ästhet - und nichts davon kann mich je wieder täuschen." Im Jahr 1936 findet Kazantzakis zum ersten Mal eine Heimat. Er lässt sich auf der Insel Ägina nieder. Seine Ehe mit Galatea ist gescheitert. Sie haben sich bereits 1926 scheiden lassen. Kazantzakis lebt jetzt mit seiner langjährigen Weggefährtin Eleni Samiou zusammen, die er 1945 heiraten wird. Es beginnt eine sehr produktive Zeit des Autors. Er beendet eines seiner Hauptwerke, die "Odyssee", beginnt "Alexis Zorbas", "Die letzte Versuchung Christi", "Freiheit oder Tod" und arbeitet an seinem Werk über Buddha. Außerdem ist er weiterhin in der Politik aktiv, unternimmt Reisen und arbeitet ein Jahr lang für die UNESCO. Seine letzten Jahre sind durch die Arbeit als Schriftsteller geprägt. Er zieht 1948 gemeinsam mit seiner Frau Eleni nach Antibes. Es erscheinen "Alexis Zorbas", "Die letzte Versuchung Christi" und "Die griechische Passion". Die katholische und die orthodoxe Kirche verfolgen Kazantzakis aufgrund der Bücher und der darin bestehenden Auslegungen des Lebens Christi und der kritischen Darstellung der großen Kirchen. Der Papst setzt "Die letzte Versuchung Christi" auf den Index der verbotenen Bücher (1954). Dies macht Kazantzakis endgültig weltbekannt. Im Jahr 1953 wird bei Nikos Kazantzakis Leukämie diagnostiziert. In den letzten Jahren, die ihm verbleiben, beendet Kazantzakis die Bücher "Kapitän Michalis", den autobiografischen Roman "Rechenschaft vor El Greco" und "Mein Franz von Assisi". 1956 wird ihm in Wien der internationale Lenin- Friedenspreis verliehen. Im folgenden Jahr stirbt Kazantzakis an den Folgen seiner Krebserkrankung in Freiburg im Breisgau. Sein Grab befindet sich auf der venezianischen Festung Matinengo in Iraklion. Die Grabinschrift lautet: "Den elpizo tipota. Den fovumai tipota. Eimai eleftheros." ("Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.")


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   Der POLITIKER ELEFTHERIOS VENIZELOS

Eleftherios Venizelos (geb. 23. August 1864 in Chania/Kreta, gest. 18. März 1936 in Paris) war Politiker und Premierminister in Griechenland. Als Ende des 19. Jahrhunderts die Herrschaft des Osmanischen Reichs bröckelte, kam es auch auf Kreta häufiger zu Unruhen und Aufständen, die in den griechisch-türkischen Krieg 1897 mündeten. Nachdem der Krieg erfolglos verlaufen war, musste Griechenland seine Truppen von Kreta abziehen. Am 9. Dezember 1898 kam Prinz Georg von Griechenland als Gouverneur eines autonomen Kretas in die damalige Hauptstadt Chania. Als Mitglied der ersten Regierung war Eleftherios Venizelos bis 1901 Justizminister. Er erreichte als Führer der kretischen Enosis-Bewegung 1897 die Autonomie der Insel Kreta. In einer Generalversammlung kretischer Revolutionäre wurde der Vorschlag der Westmächte, Kreta zu einem autonomen Staat zu machen, angenommen. Bis zur Ankunft des Generalgouverneurs übernahm ein kretisches Exekutivkomitee mit Eleftherios Venizelos die Verwaltung. Im Streit um die nationale Frage entlassen, setzte Venizelos sich an die Spitze der Opposition, die ab 1905 immer offener eine Vereinigung Kretas mit dem griechischen Festland forderte. 1910 wurde er von dem Militär zum Premierminister berufen und gründete danach die fortschrittsorientierte "Liberale Partei", die bei Wahlen im gleichen Jahr die Mehrheit erhielt. Im November 1913, inzwischen griechischer Premierminister unter König Konstantin, erlebte er die Umsetzung seines Ziels, die Union Kretas mit Griechenland. Die außenpolitischen Erfolge im Zuge der Balkankriege 1913 mit dem Anschluss Kretas an Griechenland und Verdoppelung des festländischen Staatsgebietes ließen ihn zu einem Verfechter der Megali Idea werden: ein Groß-Griechenland unter Einschluss Konstantinopels. An der Seite der Entente versuchte er dieses Ziel im 1. Weltkrieg zu erreichen. 1916 wurde von Venizelos eine Gegenregierung installiert und die Vertreibung von König Konstantin I. durch die Entente-Mächte 1917 befürwortet. Auf den Versailler Konferenzen 1919 und 1920 erreichte Venizelos eine bedeutende Erweiterung des Staatsgebietes und eine Option auf Kleinasien. Aber der von ihm veranlasste Krieg gegen die Türken 1919-1920 endete in der kleinasiatischen Katastrophe und mit dem Exodus der Griechen aus Kleinasien. Nach zehn Jahren als Premierminister verließ er 1920 nach verlorenen Wahlen Griechenland und zog nach Paris. Nach seiner Zeit im Exil kehrte er zu einer letzten Amtszeit von 1928 bis 1933 wieder in die Politik zurück und hatte einen großen Anteil an der Integration der Flüchtlinge aus der Türkei. 1933 war er wegen der schlechten Wirtschaftslage und der starken royalistischen Mächte gezwungen, zurückzutreten. Nach mehreren missglückten Attentaten auf ihn floh er 1935 nach Frankreich, wo er ein Jahr später in Paris verstarb. Der neue Flughafen Athens trägt, ebenso wie viele Straßen und Plätze, seinen Namen, Abbildungen Venizelos' befanden und befinden sich in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens, wie z.B. auf der Rückseite der griechischen 50-Cent-Münze.

  Der MALER El GRECO

Der Maler El Greco ("Der Grieche"), sein wirklicher Name: Domenikos Theotocopoulos (geb. um 1541 in Phodele oder in Kandia (heute Heraklion) auf Kreta, gest. 6. April 1614 in Toledo) war ein spanischer Maler, Bildhauer und Architekt griechischer Herkunft und Hauptmeister des spanischen Manierismus. El Greco arbeitete seit etwa 1565 im Atelier von Tizian in Venedig, ließ sich von der Malerei Jacopo Bassanos und Tintorettos beeinflussen, ging 1570 nach Rom und weilte seit 1577 in Toledo, wo er Aufträge vor allem für den spanischen Hofadel ausführte und eine große Werkstatt unterhielt.

   Die SÄNGERIN und POLITIKERIN NANA MOUSKOURI

Nana Mouskouri (geb. 13. Oktober 1934 in Chania auf Kreta; eigentlich Johanna Mouskouri) ist eine griechische Sängerin und Politikerin.Laut einer Erhebung der International Federation of the Phonographic Industry ist sie mit über 250 Mio. verkauften Tonträgern die zweiterfolgreichste Sängerin der Welt - hinter Madonna und noch vor Mariah Carey. Mehr als 300 Goldene-, Platin- und Diamantene Schallplatten dokumentieren ihren jahrzehntelangen Erfolg. Sie begann ihre Ausbildung mit 15 Jahren am Conservatorium Hellenique in Athen und studierte dort acht Jahre Gesang, Klavier und Harmonielehre. Seit 1958 hat sie mehr als 1.550 Titel gesungen, vor allem in griechisch, französisch, deutsch, englisch, spanisch, italienisch, aber auch in niederländisch, portugiesisch, japanisch, russisch, wallonisch und hebräisch. Markantes Kennzeichen von Nana Mouskouri sind ihre langen schwarzen Haare und ihre rechteckige, schwarzgerahmte Brille, deren Form sich seit Jahren nicht geändert zu haben scheint. Sie soll an die einhundert Modelle besitzen. 1960 heiratet Mouskouri Georgios Petsilas, den Kapellmeister, Komponisten und Gitarristen ihres langjährigen Begleitorchesters "Athenians". Aus dieser Ehe hat sie zwei Kinder, Nicolas und Elena. Ihr heutiger Ehemann ist Andre Chapelle. Ihre Musikkarriere: Ihre erste Schallplatte mit griechischen Chansons wurde 1959 verkauft. Im Oktober 1959 gewann sie mit den Titeln "I Timoria" und "To kiparissaki" beim "Festival de la Chanson Hellenique". 1960 gewann sie in Barcelona den ersten internationalen Preis. Bekannt wurde Nana Mouskouri in Griechenland, als Mikis Theodorakis mit ihr die Platte Epifania, einer Vertonung der Gedichte von Giannis Ritsos aufnahm. Allerdings war Theodorakis mit dieser Version nicht ganz zufrieden und spielte das Album noch einmal mit dem Sänger Grigoris Bithikotsis ein, wobei in dieser Fassung das Bouzouki als Arbeiterinstrument den Sound prägte. Trotzdem konnte Nana Mouskouri mit der Platte einen großen Erfolg verbuchen. Ihren Hit Weiße Rosen aus Athen (1961 zunächst auf deutsch) veröffentlichte sie in vielen verschiedensprachigen Versionen. Die Single verkauft sich innerhalb der ersten sechs Monate über 1,5 Millionen Mal und 1962 erhält sie dafür eine "Goldene Schallplatte". International berühmt wurde sie durch Tourneen mit Harry Belafonte ab 1963 in den USA und weltweit. Im selben Jahr vertrat sie Luxemburg beim Eurovision Song Contest mit dem Lied "A Force De Prier", belegte aber nur einen achten Platz. Seit mehreren Jahren widmet sich Nana Mouskouri ihrer eigentlichen Leidenschaft, der Jazzmusik. 2004 erschien in Frankreich eine umfangreiche Nana Mouskouri-Collection auf 34 CDs mit einem umfangreichen Buch. Die Politikerin: Mouskouri beteiligte sich an der Opposition gegen die Diktatur der Obristen in Griechenland. Nach dem Ende der Militärdiktatur beteiligte sich Nana Mouskouri nach über 20 Jahren Exil am 23. und 24. Juli 1984 am großen Freudenkonzert im Herodes-Attikus-Theater in Athen. Seit 1993 ist sie Unicef-Sonderbeauftragte. Von 1994 bis 1999 folgte ein kurzes Zwischenspiel als Europa-Abgeordnete für die Christdemokraten Griechenlands. Eine Kandidatur für die zweite Amtszeit lehnte sie ab, "...da sich im Europa-Parlament alles um Machterhalt und Parteipolitik drehe, Wahrheit und Freiheit zu kurz kämen...".


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